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Team GottschlichHund

Wenn Hefepilze Überhand nehmen: Malassezia-Dermatitis beim Hund verstehen

Stand: Juli 20254 Min. Lesezeit

Nahaufnahme einer Hundepfote mit den Zehenzwischenräumen
Foto: engin akyurt / Unsplash

Es ist der Geruch, den die meisten zuerst bemerken. Süßlich-säuerlich, ein bisschen wie altes Brot, und er sitzt in den Ohren oder zwischen den Zehen. Dazu ein Hund, der sich nachts stundenlang die Pfoten leckt.

Dahinter steckt oft ein Hefepilz, der eigentlich zum Hund gehört: Malassezien leben auf gesunder Hundehaut, ohne Ärger zu machen. Erst wenn das Gleichgewicht kippt, vermehren sie sich stark – und dann wird es unangenehm.

Warum aus Mitbewohnern ein Problem wird

Malassezien mögen es fettig und feucht. Genau deshalb siedeln sie in Hautfalten, Achseln, Ohren und zwischen den Zehen. Solange Hautbarriere und Immunsystem funktionieren, halten sie sich in Grenzen.

Aus dem Gleichgewicht bringt sie meistens eines von vier Dingen:

  • Allergien gegen Umweltstoffe oder Futterbestandteile
  • Dauerfeuchte nach Regen, Schnee oder dem Sprung in den See
  • eine unausgewogene Ernährung
  • Stress oder andere Erkrankungen, die das Immunsystem beschäftigen

Kippt das Verhältnis aus Hautfett, Feuchtigkeit und Abwehr, geht es los.

Woran du es erkennst

An den Ohren. Dein Hund schüttelt häufiger den Kopf und kratzt sich am Ohrrand. Die Ohrmuschel ist gerötet und schmerzempfindlich, im Gehörgang sitzt ein braun-gelblicher, fettiger Belag. Wiederkehrende Ohrentzündungen sind ein deutlicher Hinweis.

An den Pfoten. Zwischen den Zehen wird die Haut rot, manchmal nässt sie. Dein Hund knabbert und leckt, die Haut schuppt, und da ist wieder dieser Geruch.

An anderen Stellen. Gesicht, Hals, Achseln und Bauch können ebenfalls betroffen sein – feucht glänzende Stellen, teilweise ohne Haare.

Bleibt es unbehandelt, kommen Krusten und bakterielle Infektionen dazu. Dann wird aus dem Juckreiz eine schmerzhafte Sache.

Die Behandlung gehört zum Tierarzt

Das ist keine Floskel. Ob wirklich Malassezien dahinterstecken, zeigt erst ein Abstrich – Juckreiz allein hat viele Ursachen. Je nach Ausprägung kommen infrage:

  • antimykotische Shampoos und Schäume für die Hautoberfläche
  • Ohrentropfen, bei starker Entzündung mit Kortison
  • Tabletten, wenn großflächig befallen ist oder die örtliche Behandlung nicht reicht

Wichtig ist die Kontrolle danach. Wer zu früh aufhört, hat den Pilz in drei Wochen wieder.

Was du daneben tun kannst

Die folgenden Dinge ersetzen keine Behandlung. Sprich sie mit deinem Tierarzt ab, bevor du loslegst – besonders, wenn die Haut offen ist.

Kokosöl. Manche Halter nutzen natives Bio-Kokosöl zur Hautpflege: dünn auftragen, sanft einmassieren.

Apfelessig, halb und halb mit Wasser. Wird für Pfotenzwischenräume und Hautfalten verwendet, vorsichtig aufgetupft. Nicht auf offene Wunden und nicht in den Gehörgang.

Das richtige Shampoo. Nur milde Hundeshampoos; medizinische verordnet der Tierarzt. Und kein reines Teebaumöl auf eigene Faust: unverdünnt ist es für Hunde giftig. In fertigen Pflegeprodukten steckt es in sehr kleiner, abgestimmter Menge – das ist etwas anderes als der Tropfen aus dem eigenen Fläschchen.

Trocknen, trocknen, trocknen. Nach jedem nassen Spaziergang Ohren und Pfoten abtrocknen, Schlappohren kurz hochklappen, damit Luft rankommt.

Die Ernährung als Grundlage

Haut ist ein Organ, und sie wird aus dem gebaut, was im Napf landet. Ein hochwertiges Alleinfutter deckt den Bedarf an Eiweiß, Fettsäuren, Zink und Vitaminen – die Bausteine für eine intakte Hautbarriere. Das ist keine Behandlung, aber es ist die Basis.

Beim REiCO-Nassfutter steht die genannte Tierart mit 69 bis 74 Prozent in der Zusammensetzung, einschließlich Innereien wie Herz, Leber und Magen. Dazu kommen Algen als natürliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren und Spurenelemente. Welche Sorte zu deinem Hund passt, hängt davon ab, was er verträgt – bei Allergieverdacht ist eine einzelne, ungewohnte Eiweißquelle oft der bessere Weg.

Zwei Ergänzungen, über die wir in solchen Fällen sprechen:

  • REiCO Haut&Fell+ mit Algenkalk, Leinkuchen, Bierhefe, hydrolysiertem Kollagen und Kräutern wie Kurkuma und Mariendistel
  • REiCO Probio+ mit fermentierten Kräutern, Leinsamen, Apfelpektin und Meeresalgen, wenn auch der Darm beteiligt ist

Beide ergänzen die Fütterung und ersetzen keine tierärztliche Behandlung. Welche Menge passt, steht auf der Produktseite – und bespricht man am besten einmal kurz mit uns.

Kurz zusammengefasst

Malassezien gehören zur normalen Hundehaut. Problematisch werden sie erst, wenn Allergien, Dauerfeuchte oder ein geschwächtes Immunsystem ihnen zu viel Raum geben. Die Behandlung gehört in tierärztliche Hände, der Alltag in deine: gründlich trocknen, regelmäßig kontrollieren, bei den ersten Anzeichen reagieren – und ein Futter füttern, das die Haut mit dem versorgt, was sie braucht.

Wenn dein Hund immer wieder betroffen ist und du den Verdacht hast, dass es am Futter liegt: Melde dich. Genau das schauen wir uns in der Beratung an.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch Tierarzt oder Arzt.

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