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Team GottschlichHund

Ohrenentzündungen beim Hund: Ursachen, Behandlung und die richtige Pflege

Stand: April 20253 Min. Lesezeit

Brauner Hund mit hängenden Ohren liegt in einer Wiese
Foto: Michał Robak / Unsplash

Kopfschütteln, kratzen, ein strenger Geruch aus dem Ohr – und spätestens wenn dein Hund beim Streicheln am Kopf wegzuckt, ist klar, dass etwas nicht stimmt. Ohrenentzündungen gehören zu den häufigsten Gründen, warum Hunde beim Tierarzt sitzen. Besonders betroffen sind Hunde mit Schlappohren oder stark behaarten Gehörgängen: Da ist es warm, feucht und dunkel – beste Bedingungen für Bakterien und Hefen.

Ernst nehmen solltest du es früh. Eine Entzündung, die niemand behandelt, kann bis ins Innenohr wandern und bleibende Schäden hinterlassen.

Woher es meistens kommt

  • Feuchtigkeit. Nach dem Baden, Schwimmen oder einem Regenspaziergang bleibt Restfeuchte im Gehörgang zurück.
  • Allergien. Futtermittel oder Umweltreize wie Pollen führen zu Juckreiz und mehr Ohrensekret. Wenn die Entzündung immer wiederkommt, ist das oft die Ursache dahinter.
  • Parasiten. Ohrmilben, vor allem bei jungen Hunden und bei viel Kontakt zu anderen Tieren.
  • Zu gründliche Pflege. Wattestäbchen und scharfe Reiniger zerstören genau die Schutzschicht, die das Ohr gesund hält.
  • Eine Versorgungslücke. Fehlen Nährstoffe für Haut und Talgproduktion, wird auch die Haut im Gehörgang anfälliger.

Die Behandlung gehört zum Tierarzt

Und zwar aus einem praktischen Grund: Ob Bakterien, Hefen oder Milben dahinterstecken, sieht man dem Ohr von außen nicht an. Ein Blick mit dem Otoskop und ein Abstrich klären das – und erst danach steht fest, was hilft. Je nach Befund sind das antibiotische oder antimykotische Ohrentropfen, bei starker Entzündung etwas gegen die Schwellung, dazu eine gründliche Reinigung des Gehörgangs in der Praxis.

Was du zu Hause nicht tun solltest: auf eigene Faust Tropfen einsetzen, die vom letzten Mal übrig sind. Beim nächsten Mal kann es ein anderer Erreger sein, und dann verschleppst du die Sache nur.

Ohrenpflege im Alltag

Gesunde Hundeohren brauchen wenig. Der Gehörgang reinigt sich weitgehend selbst, und je weniger du eingreifst, desto stabiler bleibt sein Milieu.

Was sinnvoll ist:

Nach dem Nassen abtrocknen. Ohrmuschel außen abtupfen, Schlappohren kurz hochklappen, damit Luft hineinkommt. Das ist die wirksamste Vorbeugung überhaupt.

Regelmäßig hinschauen und riechen. Einmal die Woche reicht. Rötung, dunkler Belag oder ein strenger Geruch sind das Signal, zum Tierarzt zu gehen – nicht, selbst zu experimentieren.

Nur bei Bedarf reinigen, und dann sanft. Die MAXiDOG Ohrenpflege ist dafür gemacht: ein bis zwei Tropfen in den äußeren Gehörgang, Ohransatz kurz massieren, den Hund schütteln lassen und den Rest mit einem weichen Tuch abnehmen. Ein- bis zweimal die Woche genügt.

Niemals Wattestäbchen. Sie schieben das Sekret nach innen und können verletzen.

Was die Ernährung damit zu tun hat

Haut ist Haut – auch die im Gehörgang. Sie wird aus dem gebaut, was dein Hund frisst, und braucht dafür Eiweiß, Fettsäuren, Zink und Vitamine. Ein gutes Alleinfutter liefert das; eine Versorgungslücke merkt man oft zuerst an Fell und Haut.

Kommen die Entzündungen immer wieder, lohnt der Blick aufs Futter. Steckt eine Futtermittelallergie dahinter, hilft eine Sorte mit einer einzigen, ungewohnten Eiweißquelle mehr als jede Pflegelotion – zum Beispiel MAXiDOG Pura Lamm, das nur auf Lamm setzt. Eine Ausschlussdiät gehört allerdings geplant, nicht improvisiert: Wir schauen uns gemeinsam an, was dein Hund bisher bekommen hat, und stimmen das mit deinem Tierarzt ab.

Bei Hunden, die zusätzlich an anderen Stellen Hautprobleme haben, sprechen wir außerdem über REiCO Haut&Fell+ als Ergänzung der täglichen Ration – mit Algenkalk, Leinkuchen, Bierhefe und Kräutern. Auch das ergänzt die Fütterung und ersetzt keine Behandlung.

Kurz zusammengefasst

Ohrenentzündungen entstehen meist aus einem Zusammenspiel von Feuchtigkeit, Allergien und gestörtem Hautmilieu. Diagnose und Behandlung gehören zum Tierarzt – zu Hause zählt vor allem, die Ohren nach dem Nassen trocken zu bekommen, wöchentlich hinzuschauen und nicht zu viel zu reinigen.

Wenn es bei deinem Hund immer wieder von vorn losgeht, ist die Ursache selten im Ohr zu finden. Dann reden wir übers Futter.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch Tierarzt oder Arzt.

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